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Ratgeber Halsschmerzen

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Halsschmerzen
Entstehung von Halsschmerzen

Die Entstehung von Halsschmerzen ist eigentlich ein Warnsignal des Körpers. Obwohl Halsschmerzen unterschiedliche Ursachen haben können, bedeutet ihre Entstehung stets, dass irgendwo im menschlichen Organismus ein Ungleichgewicht oder eine Störung vorliegt. So können Halsschmerzen einerseits durch äußere Umstände wie trockene Raumluft, Tabakkonsum, ungewohnt lautem oder vielem Sprechen entstehen, andererseits aber auch ein erstes Anzeichen dafür sein, dass es das Immunsystem nicht mehr schafft, Viren oder Bakterien abzuhalten.

Häufig verschwinden Halsschmerzen nach ein paar Tagen von selbst. Bei Halsschmerzen, die länger als fünf Tage anhalten, sollte jedoch der Hausarzt zurate gezogen werden.

Entstehung von Halsschmerzen

Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Halsschmerzen anzutreffen. Normalerweise wird die Mund- und Rachenschleimhaut durch den natürlichen Speichelfluss und die Schleimdrüsen im Rachenraum durchgehend befeuchtet. Das körpereigene Sekret hält Mund, Zunge, Rachen und auch die Stimmbänder elastisch und feucht. Erreger von außen haben so keine Möglichkeit, in die Schleimhäute einzudringen und werden über den Speichelfluss abtransportiert.

Entstehung von Halsschmerzen durch trockene Schleimhäute

In den Wintermonaten wird der Körper mehr beansprucht: Durch die kalte trockene Luft draußen und die Heizungsluft in den Räumen sind die Schleimhäute im Rachenraum trockener als im Sommer, der Körper müsste also mehr Flüssigkeit in den Schleimdrüsen produzieren. Allerdings haben viele Menschen im Winter ein deutlich geringeres Durstgefühl, trinken deshalb unregelmäßiger und weniger, woraufhin auch die körpereigene Flüssigkeitsproduktion zurückgehen kann. Die Folge ist oft ein trockener Hals, der zu Halsschmerzen führen kann. Während der Betroffene anfänglich nur das Gefühl hat, etwas trinken zu müssen, kann die Unterversorgung der Schleimhäute jedoch bereits dazu geführt haben, dass Erreger nicht mehr abgewehrt werden können und sich eine Infektion im Rachenraum ausbreitet – die Entstehung von Halsschmerzen lässt meist nicht lange auf sich warten.

Auch übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss können zu einer trockenen Rachenschleimhaut führen und die Entstehung von Halsschmerzen begünstigen.

Entstehung von Halsschmerzen durch Tröpfcheninfektion

Selbst Menschen mit einem gesunden Immunsystem sind in den kalten Monaten nicht vor der Entstehung von Halsschmerzen gefeit. Die Übertragung von auslösenden Erregern erfolgt häufig über die sogenannte Tröpfcheninfektion. Dabei werden Erreger, meistens Viren, die sich bei einem erkrankten Menschen im Mund- und Rachenraum angesiedelt haben beispielsweise durch starkes Niesen in die Luft abgegeben. Je nach Größe der abgestoßenen Speicheltröpfchen können diese über eine größere Distanz und einen längeren Zeitraum in der Luft verbleiben und von einem anderen Menschen eingeatmet werden. Bei einer trockenen oder bereits gereizten Schleimhaut haben die Viren dann leichtes Spiel und können sich im Rachenraum ansiedeln und vermehren. Die Entstehung von Halsschmerzen und eine Infektion wie die Influenza sind dann oft die Folge.

Entstehung von Halsschmerzen durch Schmierinfektion

Erreger zur Entstehung von Halsschmerzen können jedoch nicht nur in der Luft überleben. Niest ein Patient mit Halsschmerzen und Grippevirus beispielsweise in seine Handfläche und berührt danach einen anderen Menschen oder einen Gegenstand, wie zum Beispiel eine Armatur, eine Türklinke, eine Flasche oder ähnliches, verbleiben die Viren an dieser Stelle. Kommt ein anderer Mensch mit dem Gegenstand in Kontakt, werden die Erreger weitergegeben. Ein einfaches Augenreiben, Naseputzen oder auch die Hand vor dem Mund beim Gähnen reichen anschließend, dass sich der Betroffene über seine Schleimhäute mit dem Erreger infiziert. Die Halsschmerzen sind anschließend meist das erste Symptom für eine Ansteckung.

Sabrina Mandel

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Die Entstehung von Halsschmerzen ist eigentlich ein Warnsignal des Körpers. Obwohl Halsschmerzen unterschiedliche Ursachen haben können, bedeutet ihre Entstehung stets, dass irgendwo im menschlichen Organismus ein Ungleichgewicht oder eine Störung vorliegt. So können Halsschmerzen einerseits durch äußere Umstände wie trockene Raumluft, Tabakkonsum, ungewohnt lautem oder vielem Sprechen entstehen, andererseits aber auch ein erstes Anzeichen dafür sein, dass es das Immunsystem nicht mehr schafft, Viren oder Bakterien abzuhalten.

Häufig verschwinden Halsschmerzen nach ein paar Tagen von selbst. Bei Halsschmerzen, die länger als fünf Tage anhalten, sollte jedoch der Hausarzt zurate gezogen werden.

Diagnose Halsschmerzen

Allgemein weiß natürlich jeder Betroffene selbst am besten, ob er an Halsschmerzen leidet. Kratzen im Hals, Schmerzen beim Schlucken und Sprechen machen jede weitere ärztliche Diagnose zunächst überflüssig. Allerdings sind Halsschmerzen meist eine Begleiterscheinung oder ein Vorbote für eine andere Erkrankung. Sind die Halsschmerzen also nach drei bis fünf Tagen nicht verschwunden, empfiehlt es sich, den Hausarzt aufzusuchen.

Gemäß der Leitlinie der DEGAM soll die Diagnose von Halsschmerzen dann möglichst nach den Kriterien des Auslösers erfolgen. Halsschmerzen sind zwar das Symptom, allerdings bezieht sich die Leitlinie auf akute Halsschmerzen, die als Beschwerden im Rachenraum bezeichnet werden.

Therapie Halsschmerzen

Halsschmerzen sind zwar unangenehm, können jedoch in den meisten Fällen mit einfachen Hausmitteln und rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke gelindert werden. Bonbons und Lutschpastillen eignen sich vor allem zur ersten Therapie von Halsschmerzen, um die gereizten Schleimhäute zu befeuchten und dem störend trockenen Gefühl im Hals entgegenzuwirken. Manche Medikamente bringen auch eine leichte Betäubung des Rachenraums mit sich.

Sind die Halsschmerzen nach maximal fünf Tagen nicht verschwunden oder verstärken sich noch, sollte ein Besuch beim Hausarzt erfolgen. Nach fundierter Diagnose kann der Arzt eine gezielte Therapie verordnen, die sich speziell auf den auslösenden Erregerstamm, also zum Beispiel die Viren oder Bakterien, bezieht.